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23.06.2011: Respekt für „Respekt“ – Kampfsportgala begeistert Zuschauer, Akteure und Veranstalter
Zahlreiche Ahhhs und Ohhs begleiteten die Kampfsportgala „Respekt“ ebenso wie viele Lacher und viel Applaus. Dreizehn Auftritte zogen die rund 500 Besucher zweieinhalb Stunden in ihren Bann, führten sie rund um den Globus und nötigten ihnen Respekt ab.
Die Kampfsportgala des dsj-Jugendevents in Burghausen war eine bunte, abwechslungsreiche, unterhaltsame Veranstaltung, die die Besucher, die Akteure und Veranstalter gleichermaßen begeisterte. Rund 500 Besucher trotzten dem Regen, der pünktlich zum Beginn der Show aufhörte. Und sie trotzten auch den teilweise empfindlich kalten Temperaturen, denn auf der Bühne wurde eine heiße, mitreißende Show geboten.
Senioren setzten sich gegen jugendliche Randalierer zu Wehr. Landsknechte kämpften mit Schwertern. Ein Kungfu-Meister zerteilte auf dem Bauch seiner Ehefrau mit einer Lanze eine Melone. Bretter wurden mit der Handkante halbiert, Holzlatten auf Bäuchen zerbrochen. Junge, schwache Mädchen legten scheinbar mühelos schwere Jungs flach.
Dazwischen begeisterten Karatekas mit Katas, Judokas mit Wurftechniken in Zeitlupe und rückwärtigem Ablauf, Kickboxer mir einer atemberaubenden Seilspringeinlage, Männer, Frauen und Kinder mit einem akrobatischen Kampftanz Capoeira zur eigenen Live-Musik und Gesang. Und am Schluss klatschten und johlten die Zuschauer auf dem Stadtplatz , als die Dortmunder Jungs von High Energy ihrer Variante des Breakdance boten: Tanz, Show, Akrobatik in seiner besten Kombination.
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Zweieinhalb Stunden stand der Burghauser Stadtplatz ganz im Zeichen des Respekts. Der Frage, wie man sich mit sportlichen Mitteln gegen Rowdies, Randalierer und Rüpel Respekt verschaffen kann. Wie man sich aber auch durch das schlichte Beherrschen der Techniken, durch ihre Schönheit schon im Show-Teil bei den Zuschauern Respekt bekommen kann. Zweieinhalb Stunden, die zeigten, wie vielfältig und bunt das Spektrum der Kampfkunst ist, die es auf allen Kontinenten gibt und die vielfältigsten Ausprägungen hat, aber doch einige Gemeinsamkeiten hat: Respekt vor dem Gegner, Schönheit der Techniken, Eleganz der Bewegungen sowie der ausschließliche Einsatz zur Selbstverteidigung und zur Hilfe.
„Respekt“ nötigte Respekt ab – auch vor den Veranstaltern, die bewiesen, dass Burghausen eine Sport- und Kulturstadt ist. Organisiert und auf die Beine gestellt wurde die Show von einer Gruppe von vier Burghausern: Reiner Bruhnke schrieb das Konzept und die Rahmenhandlung, Robert Rogger und Klaus Geischeder führten die Regie und moderierten den Abend und Norbert Stranzinger übernahm – tatkräftig unterstützt von Werner Lechner von der Stadt Burghausen – die Organisation. Ein Jahr dauerten die Vorbereitungen zu der Gala, die eine unterhaltsame Show wurde. Eine Show an der 14 Gruppen, Männer und Frauen, jung und alt, Anfänger und Weltmeister mitwirkten. Eine Show, die zeigte dass Burghausen eine Sportstadt und eine Hochburg der hohen Schule der Kampfkunst ist: denn allein acht der 14 Gruppen kamen aus Burghausen. Fünf davon vom TV 1868 Burghausen, die anderen vom SV Wacker Burghausen sowie von der Burghauser Herzogstadt. Die anderen reisten aus Erding, Nordrhein-Westfalen, Eichstätt, Plattling und Dortmund an. Auch die Bereitschaftspolizei war – dank der Hilfe des Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer – mit einem Auftritt dabei.
„Unser Konzept ist aufgegangen. Es war eine tolle Show, die auch mir Respekt abnötigt. Es war eine Show, die Lust auf Sport machte, weil er Spaß macht, elegant ist und wirklich eine Schule für das Leben ist“, freute sich Reiner Bruhnke, Vorsitzender der Bayerischen Sportjugend über den gelungenen Abend.
Und so schloss der Eröffnungstag des diesjährigen dsj-Jugendevents in Burghausen wie er begonnen hatte: mit Regen, der rechtzeitig zur Show aufhörte und mit einer Show, die alle restlos begeisterte und sämtliche Widrigkeiten vergessen ließ. Ein tolles Event, das Lust auf Sport machte.



